Auf einen Kaffee mit Christina aus dem Marketing

Das Kaffee-Interview mit Christina, die seit 7 Jahren im Marketing bei Aristech arbeitet, gibt einen kurzen Einblick in ihre Begeisterung für kreatives und strategisches Marketing sowie in die Besonderheiten des B2B-Marketings. Sie erzählt, warum moderne Kommunikation mehr ist als klassische Werbung, welche Chancen ein junges Unternehmen bietet und weshalb gute Ideen manchmal genau dann entstehen, wenn man am wenigsten damit rechnet.

1. Was hat dich ursprünglich ins Marketing gezogen?

Mich hat es schon immer fasziniert, wie kreative Ideen strategisch eingesetzt werden können, um echte Wirkung zu erzielen. Es gibt Werbung aus meiner Kindheit, die ich bis heute nicht vergessen habe. Und Menschen und deren Bedürfnisse zu verstehen.

Ich liebe es, dass Marketing so viele Facetten hat: von Content-Erstellung über Analyse bis hin zu Kampagnenmanagement. Diese Abwechslung macht den Beruf für mich spannend. Angefangen habe ich mit Printkampagnen. Aber was ich heute besonders spannend finde, ist die Dynamik im Online-Bereich, vor allem im Content-Marketing und in den sozialen Medien. Hier sieht man unmittelbar, was Menschen bewegt, kann direkt mit ihnen in den Austausch gehen und die Inhalte laufend anpassen. Diese Verbindung aus Strategie, Kommunikation und Interaktion macht für mich den Reiz am modernen Marketing aus.

2. Bei Aristech sind wir in erster Linie im B2B-Marketing unterwegs. Worin unterscheiden sich B2B und B2C Marketing aus deiner Sicht am deutlichsten? Und würdest du dir manchmal wünschen, es wäre anders bzw. man könnte mehr B2C-Strategien anwenden? Welche Herausforderungen siehst du speziell im B2B-Bereich bzw. in unserer Branche?

Marketing ist längst nicht mehr ausschließlich ein B2C-Thema. Gerade im Content-Marketing kann man auch im B2B sehr wirkungsvoll arbeiten, vorausgesetzt, die Inhalte sind relevant, fachlich fundiert und glaubwürdig. Die Herausforderung bei uns besteht darin, dass wir kein physisches Produkt haben, das man visuell in Szene setzen kann. Unsere Lösungen sind erklärungsbedürftig und oft abstrakt, was die Kommunikation anspruchsvoller macht, aber gleichzeitig auch besonders spannend.

Gerade deshalb gewinnen soziale Medien an Bedeutung. Auch wenn Nutzer dort meist privat unterwegs sind, repräsentieren sie dennoch ihre Rolle im Unternehmen. Mit den richtigen Inhalten – fachlich fundiert, verständlich aufbereitet und persönlich vermittelt – kann man diese Zielgruppen sehr gut erreichen. In Kombination mit Formaten wie Events, Keynotes oder Live-Demos entsteht ein wirkungsvolles Gesamtpaket, das unsere Lösungen greifbar macht und potenzielle Kunden überzeugt.

3. Aristech ist ja im Vergleich zu anderen Unternehmen trotz der 15 Jahre Erfahrung ein noch recht junges Unternehmen, vor allem mit einer jungen Belegschaft. Welche Vorteile bringt das mit sich?

In jungen Unternehmen gibt es oft weniger Hierarchie und Bürokratie. Das heißt: Ideen können schnell umgesetzt und getestet werden – ideal für dynamisches Marketing. Wir stehen mit allen immer im direkten Austausch, auch mit der Geschäftsführung. Und die ist immer offen für neue Ideen. Natürlich müssen es auch mal klassische Anzeigen sein, aber wir probieren immer mal wieder etwas Neues aus. Ein „Geht nicht“ gibt es bei uns meist nicht, außer das Budget würde vollkommen gesprengt.

4. Welche Marketing-Kampagne, egal von welchem Unternehmen, hat dich zuletzt richtig begeistert?

Ich mag Guerilla-Marketingkampagnen. Mich fasziniert daran, wie eine gute Idee, kombiniert mit einem präzisen Verständnis für Zielgruppe, Umfeld und Timing, eine Wirkung entfalten kann, die weit über den eigentlichen Aufwand hinausgeht. Gute Guerilla-Kampagnen schaffen es, Menschen zu überraschen, ihre Aufmerksamkeit für einen Moment komplett zu binden und gleichzeitig eine klare Botschaft zu transportieren. Auch wir beschäftigen uns aktuell mit einer solchen Kampagne. Der Ansatz folgt genau diesen Prinzipien: eine klare Idee, ein präziser Ort, ein überraschender Moment. Mehr kann ich an dieser Stelle noch nicht verraten, aber das Potenzial solcher Formate ist aus meiner Sicht enorm, gerade in einem Umfeld, in dem Aufmerksamkeit immer schwerer zu gewinnen ist.

5. Kaffee, Playlist oder Post-its – was brauchst du für den kreativen Flow?

Eigentlich würde ich sagen Kaffee und Post-its, aber mir ist aufgefallen, dass die kreativsten Ideen kommen, wenn ich mit meinen Kindern auf dem Spielplatz bin oder mit dem Fahrrad ins Büro fahre.

6. Was machst du in deiner Freizeit und was ist dein Ausgleich zur Arbeit?

Ich backe unser Brot und die Brötchen immer selbst. Wir gehen kaum zum Bäcker. Und ich mache regelmäßig Sport und Yoga.

Ansonsten trainiere ich eine Nachwuchswettkampfmannschaft im Gerätturnen. Ich habe einen Trainerschein gemacht und dafür Bildungsurlaub genommen. Danke an dieser Stelle noch mal an Aristech. Jetzt begleite ich Mädchen von 5–9 Jahren dabei, neue Elemente zu erlernen, Selbstvertrauen aufzubauen und Spaß am Sport zu entwickeln. Für mich ist das ein toller Ausgleich zum Job und es motiviert mich ungemein, die Fortschritte zu sehen und die Freude der Mädchen, wenn etwas Neues klappt. Meine beiden Kinder sind Teil der Gruppe, was natürlich schön ist und auch einiges einfacher macht.