Auf einen Kaffee mit Rudolf von Accenture

Was macht eigentlich Accenture in unserem gemeinsamen Voicebot-Projekt?
Rudolf gibt im neusten Kaffee-Interview einen Einblick in seine Rolle, die Zusammenarbeit mit Aristech und was ihn nach 15 Jahren in der Beratungsbranche immer noch antreibt.

1. Rudolf, du bist seit 15 Jahren als Senior Manager im Bereich Digital Transformation & Digitalisierung unterwegs – was hat sich in dieser Zeit am meisten verändert?

Aus meiner Wahrnehmung heraus gab es die meisten Veränderungen in zwei Bereichen: Die Zusammenarbeit und Vorgehensmodelle bei der Umsetzung von IT-Projekten, zu denen ich auch die Transformation- und Digitalisierungsprojekte zähle. Die Kommunikation und Transparenz ist immer mehr in den Vordergrund gerückt und wird durch Modelle wie SCRUM, Kanban und andere unterstützt.
Der andere Bereich, der maximaler Veränderung unterworfen war und aktuell auch noch ist, ist die Technologie-Landschaft. Hier kann man in allen Sparten feststellen, dass künstliche Intelligenz, Cloud-Technologien und weitere Errungenschaften der letzte Jahre einen großen  Einfluss haben.

2. Du leitest bei Accenture unser gemeinsames Voicebot-Projekt – wie kam es eigentlich zu dieser Zusammenarbeit mit Aristech?

Wir haben für eine Vergabe im Bereich des öffentlichen Sektors nach einem innovativen und geeigneten Anbieter von Conversational AI- und im speziellen Voicebot-Technologien gesucht.
Dabei ist die Aristech GmbH als DSGVO-konformer Anbieter einer Plattformlösung, die Anforderungen im Bereich Chat-, Mail- und Voice abdeckt, positiv aufgefallen. Nach den ersten Gesprächen war schnell klar, dass unsere Industrie-Expertise gepaart mit der Plattform von Aristech eine starke Differenzierung ermöglichen.

3. Wie sieht dein Alltag als Projektleiter aus, wenn drei Parteien – Accenture, Aristech und der Kunde – zusammenarbeiten?

Kommunikation ist in diesem Setup der Schlüssel – es müssen alle relevanten Informationen schnell und zuverlässig ausgetauscht, aktualisiert und verfügbar sein. Um keine unnötigen Aufwände bei den Projektteilnehmern zu erzeugen, muss auch abgewogen werden, wer welche Informationen für seinen Umsetzungsteil zwingend braucht. Es gibt also jede Menge Abstimmungsbedarf mit allen Parteien in verschiedenen Konstellationen. Erleichtert wird das aber zum einen durch die durchweg gute Zusammenarbeit mit Aristech, die mit ihrer starken technischen Expertise im Voicebereich und gleichzeitig flachen Organisationsstrukturen eine maximale Flexibilität und Reaktionsfähigkeit an den Tag legen. Und zum anderen liegt auf Kundenseite das Fachwissen, das uns von hoch motivierten Experten aufbereitet und zur Verfügung gestellt wird. So setzen wir die Anfordungenen an die Dialog-Flows optimal auf der Aristech-Plattform um. Als erfahrenes Beratungsunternehmen bringen wir die Welten zusammen und unterstützen die Erreichung der Projektziele fokussiert, indem wir gemeinsam auf Augenhöhe zusammenarbeiten.

4. Wie würdest du jemandem, der nichts mit IT zu tun hat, in einfachen Worten erklären, was ihr da gerade gemeinsam baut?

Wir realisieren gerade ein System, das es schafft die Anliegen von Menschen, die täglich in hoher Zahl anrufen, teilweise oder gänzlich automatisiert zu bearbeiten. Das betrifft in erster Linie den Sprach-Kanal, also Telefon, aber in Zukunft z.B. auch E-Mail. Sachbearbeiter erfahren dadurch eine Entlastung, und können sich mehr auf die komplexeren Dinge konzentrieren, die ihre Expertise benötigen. Damit das sicher und effizient funktioniert, nutzen wir die ausgefeilten Voice-Technologien von Aristech, die auf der einen Seite die Anliegen in Sprach- bzw. Schriftform verstehen und auf der anderen Seite auch Informationen auf dem jeweiligen Kanal gut verständlich herausgeben können.

5. Das Projekt soll im Herbst live gehen – worauf freust du dich am meisten, wenn es dann tatsächlich so weit ist?

Der Moment, in dem die ersten Zahlen zu erfolgreichen Gesprächen aus dem Monitoring der Produktionsumgebung ersichtlich sind – das klingt jetzt nicht sonderlich romantisch. Aber es bedeutet, dass wir es dann gemeinsam mit Aristech und dem Kunden geschafft haben, eine funktionierende, technisch anspruchsvolle Lösung umzusetzen, die die öffentliche Verwaltung ein Stück funktionaler und digitaler macht. Und das kommt den Bürgerinnen und Bürgern direkt zu Gute.

6. Was ist deiner Meinung nach die größte Fehleinschätzung, die Unternehmen haben, wenn sie Digitalisierungsprojekte angehen?

Die große Gefahr ist oft, dass mit einem vorhandenen Budget und einer Strategie angenommen wird, dass auch die entsprechenden Projekte erfolgreich gestemmt werden. Aber der Teufel liegt auch hier im Detail: einmal müssen aus meiner Erfahrung heraus die Strategien auch Ende zu Ende gedacht und konsequent bis zum Betrieb umgesetzt werden. Auch die architektonisch und technisch geplante Lösung muss genau erarbeitet werden, da diese Entscheidungen ganz oft die Möglichkeiten des Systems im Zielzustand vorgeben. Somit braucht es von Anfang an Planungsgeschick und Weitsicht sowie eine richtig gute funktionale Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den verschiedenen Disziplinen und Projektbeteiligten.

 7. Was fasziniert dich nach so vielen Jahren in der Beratungsbranche noch immer daran, komplexe Projekte wie dieses zu leiten?

Tatsächlich fasziniert mich, dass kein Projekt gleich ist. Dadurch ist die Abwechslung durch die sich ändernden Rahmenbedingungen und Ziele immer gegeben – es wird nie langweilig. Und ich habe festgestellt, dass man sowohl bei den Technologien, als auch in der zwischenmenschlichen Zusammenarbeit noch stetig dazulernt.
Das macht für mich den Reiz bei Projekten und auch der Zusammenarbeit mit Technologiepartnern wie einer Aristech aus.

8. Zum Schluss ganz locker: Welche nerdige oder überraschende Fähigkeit hast du, die man dir auf den ersten Blick nicht zutrauen würde?

Etwas ganz bodenständiges und analoges: Ich koche gerne, für Gäste, aber auch mich selbst. Sowohl klassische Hausmannskost, aber auch gerne auch mal asiatische oder indische Gerichte.

Interview Accenture